Goldene Lyra von Ur wächst weiter

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In Zeiten von Krieg und Terror, von Zerstörung und unzähligen Flüchtlingen sticht ein internationales, interkulturelles und interreligiöses Projekt ganz besonders hervor: Der Nachbau der vermutlich ältesten Harfe in der Menschheitsgeschichte ist eines der größten Abenteuer – nicht nur für die vier Handwerker aus drei Religionen. In Sachen „Goldene Lyra von Ur“ gibt es wieder Fortschritte.

Goldene Lyra von Ur going public

Mit der Einladung in die Sonderschau „Edelsteine versunkener Hochkulturen“ anlässlich der Munich Show (Münchener Mineralientage) im November vergangenen Jahres sind die Projektbetreiber erstmals an die breite Öffentlichkeit gegangen. Die Präsentation der – noch nicht fertigen – sumerischen Stierkopfleier stieß beim Publikum auf großes Interesse. Besonders erfreulich an diesem Messeauftritt waren die Einträge in unser Gästebuch auf der Messe und einige Spenden sowie der Besuch von Prof. Wolfang Heckel (dem Direktor des Deutschen Museums München) und dessen Begeisterung für das Projekt, die er im „Sonntagsstammtisch“ im Bayerischen Fernsehen – ab Minute 54 – am letzten Messetag zum Ausdruck gebracht hat. Auch auf Tirol-TV war ein Beitrag zu sehen. Schon davor hatte man sich für den Intercultral Achievement Award des Österreichischen Aussenminsteriums beworben. Ein Podcast des BMeIA ist auf Youtube zu sehen.

Interkulturelles Friedensprojekt "Goldene Lyra von Ur"

Mohamad Al Janabi (links) und Norbert Maier (rechts) sind zwei der Handwerker. Foto: Warum

Bekommt die Goldene Lyra von Ur Zuwachs?

Dank des guten Kontakts von Messemacher Johannes Keilmann zur Schleifergruppe der Mineralienfreunde München dürften wir in Sachen Finalisierung nun einen weiteren Schritt nach vorne machen. Bei einem Beusuch in der Werkstatt von Norbert Maier haben sich einige Herren dieses Instrument angesehen – Mithilfe beim Schneiden der knapp 4.000 Steinchen für das Mosaik aus Lapislazuli, Jaspis und Perlmutt ist nicht auszuschließen. In dieser Woche haben wir uns deshalb bei einem Mineralienhändler getroffen, um Rohmaterial für ein erstes Test-Schneiden bzw. Test-Schleifen zu ordern. Damit die Lyra weiterwachsen kann. Es sieht also sehr gut aus, dass dieses einzigartige Friedensprojekt tatsächlich abgeschlossen werden kann.

Norbert Maier bei der Arbeit an der Lyra

Norbert Maier bei der Arbeit an der Lyra. Foto: Warum

Zukunftsmusik

Sobald das Mosaik dann tatsächlich am Korpus und an den Holmen der Lyra ist, geht es noch um das Vergolden des Stierkopfs und der Mosaik-Einfassungen. Dazu fehlt eigentlich „nur“ noch das nötige Kleingeld für rund einen Kilogramm Gold, aber das ist eine andere Geschichte. Ebenso wie edie Rückbringung der Lyra in ihre ursprüngliche Heimat, dem Irakischen Nationalmuseum von Bagdad. Wann dies sein wird, hängt von einer erfolgreichen Sponsorensuche und den Entwicklungen im Nahen Osten ab.

Ach ja: Falls jemand die vier Handwerker bei ihrem Vorhaben unterstützen möchte, freuen sie sich über Spenden auf: IBAN AT58 2051 0000 0153 3702.